Ratgeber Vergleich
UGC oder Influencer-Marketing?Was Sie jeweils bekommen
Beide Wege arbeiten mit Menschen vor der Kamera, trotzdem kaufen Sie jeweils etwas anderes. Dieser Artikel stellt UGC und Influencer-Marketing gegenüber und zeigt, wann welcher Weg passt.
Kurz gesagt
Bei UGC kaufen Sie Inhalte, die Sie auf Ihren eigenen Kanälen und in Ihren Anzeigen einsetzen, die Reichweite kommt von Ihrem Werbebudget. Beim Influencer-Marketing bezahlen Sie für die Reichweite und das Vertrauen einer Person, die Ihr Produkt ihrem eigenen Publikum zeigt. Viele Unternehmen kombinieren beides.
UGC und Influencer-Marketing im Vergleich
Der wichtigste Unterschied liegt darin, wessen Reichweite genutzt wird.
| UGC | Influencer-Marketing | |
|---|---|---|
| Reichweite | kommt von Ihrem Werbebudget oder Ihren eigenen Followern | kommt vom Publikum der Influencerin oder des Influencers |
| Kanal | Ihre Anzeigen, Ihr Shop, Ihre Social-Media-Konten | das Konto der Influencerin oder des Influencers |
| Nutzungsrechte | werden für Ihre Kanäle und Anzeigen eingeräumt | meist nur der Post selbst, Weiternutzung muss extra vereinbart werden |
| Kosten | pro Video, am Markt 59 bis 1.200 € je nach Anbieter und Leistung | pro Kooperation, abhängig von Reichweite und Aufwand |
| Kennzeichnung | Anzeige über Ihr Konto ist als Werbung erkennbar | bezahlter Post muss als Werbung gekennzeichnet werden (§ 5a Abs. 4 UWG) |
| Planbarkeit | Anzahl, Inhalt und Termin vereinbart | Ergebnis hängt von Publikum und Zeitpunkt ab |
| Wofür | Werbeanzeigen testen, Produktseiten, laufender Content | Bekanntheit, Vertrauen in einer Zielgruppe, Produkteinführung |
UGC-Preisspanne aus Speekly und chaerry, Stand 10/2026. Für Influencer-Kooperationen gibt es keine einheitlichen öffentlichen Preise.
Wann UGC besser passt
UGC passt, wenn Sie bereits Anzeigen schalten oder schalten wollen und dafür laufend neue Videos brauchen.
Sie behalten die Kontrolle darüber, wo und wie lange ein Video läuft, und können mehrere Varianten gegeneinander testen. Auch für Produktseiten im Shop und für Ihre eigenen Kanäle ist UGC die naheliegende Wahl, weil die Rechte von vornherein für diesen Einsatz eingeräumt werden.
Wann Influencer-Marketing besser passt
Influencer-Marketing passt, wenn Ihre Marke in einer bestimmten Zielgruppe noch unbekannt ist und Sie das Vertrauen einer Person nutzen wollen, der diese Zielgruppe folgt.
Das gilt besonders bei Produkteinführungen und in Bereichen wie Beauty, Mode, Food oder Sport, in denen Empfehlungen viel Gewicht haben. Wichtig ist, vorher zu klären, ob Sie den Inhalt später auch selbst nutzen dürfen, etwa als Partnership Ad.
Beides kombinieren
In der Praxis ergänzen sich beide Wege: Influencer schaffen Aufmerksamkeit, UGC liefert das Material, mit dem Sie diese Aufmerksamkeit in Anzeigen und auf Ihren Kanälen weiter nutzen.
Eine Zwischenform sind Whitelisting und Partnership Ads, bei denen eine Anzeige unter dem Namen der Creatorin oder des Creators ausgespielt wird. Dafür braucht es eine eigene Vereinbarung und eine Kennzeichnung als Werbung.
Wer was bei FNLY anbietet
FNLY Social produziert UGC, Influencer-Kooperationen und Produktplatzierungen übernimmt unsere Schwestermarke FNLY Agency.
Wenn Sie beides brauchen, stimmen sich beide Teams ab, damit Inhalte und Rechte zusammenpassen. Mehr dazu auf unserer Seite zum Influencer-Marketing.
Stand:
FAQ
Häufige Fragen
Was ist der Hauptunterschied zwischen UGC und Influencer-Marketing?
Bei UGC kaufen Sie Inhalte für Ihre eigenen Kanäle und Anzeigen. Beim Influencer-Marketing bezahlen Sie dafür, dass eine Person Ihr Produkt ihrem eigenen Publikum zeigt.
Ist UGC günstiger als Influencer-Marketing?
Je Inhalt meist ja, weil Sie bei UGC keine Reichweite mitbezahlen. Dafür brauchen Sie für UGC in der Regel ein Werbebudget, damit die Videos gesehen werden.
Darf ich den Post einer Influencerin für meine Anzeigen nutzen?
Nur wenn das vertraglich vereinbart ist. Ohne Vereinbarung gilt in der Regel nur die Nutzung, die für den vereinbarten Post nötig ist (§ 31 Abs. 5 UrhG).
Muss UGC als Werbung gekennzeichnet werden?
Läuft das Video als Anzeige über Ihr Unternehmenskonto, ist es in der Regel bereits als Werbung erkennbar. Postet eine Creatorin das Video gegen Bezahlung auf ihrem eigenen Konto, muss sie es kennzeichnen.
Bietet FNLY Social auch Influencer-Marketing an?
Influencer-Kooperationen und Produktplatzierungen übernimmt die Schwestermarke FNLY Agency. FNLY Social konzentriert sich auf UGC, Design und Social-Media-Betreuung.
Was sind Partnership Ads?
Partnership Ads sind Anzeigen auf Instagram und Facebook, die unter dem Namen einer Creatorin und Ihrer Marke gemeinsam erscheinen. Sie verbinden die Wirkung eines Creator-Posts mit der Steuerung einer Anzeige.
Was passt für ein kleines Unternehmen besser?
Wenn Sie Anzeigen schalten oder Ihre eigenen Kanäle bespielen, ist UGC meist der planbarere Einstieg. Influencer-Marketing lohnt sich eher, wenn eine klar umrissene Zielgruppe einer bestimmten Person folgt.
UGC oder Influencer?
Unsicher, welcher Weg passt?
Im Erstgespräch klären wir in 20 Minuten, ob UGC, Influencer-Marketing oder beides für Ihr Ziel sinnvoll ist.
